Lotto 6aus49 – statistische Strategie für höhere Gewinne

Vermutlich ist es dir schon selbst aufgefallen: Die Gewinnquoten in unterschiedlichen Lottoziehungen können bei Lotto 6aus49 sehr stark schwanken. Lotto-Gewinner erhalten je Gewinnklasse mal mehr und mal weniger Geld ausbezahlt. Manchmal auch sehr viel weniger oder erheblich mehr, als in der jeweiligen Gewinnklasse üblich ist. Warum das so ist, warum das zu einem gewissen Grad auch vorausberechenbar ist und wie du das zu deinen Gunsten nutzen kannst, erfährst du hier.

Der bestmögliche aller Lotto-Tipps ist natürlich immer genau der, der in der nächsten Ziehung gezogen wird. Wer in die Zukunft blicken kann, kann an dieser Stelle abbrechen und sollte umgehend seinen Tippschein abgeben. Oder zumindest den Autor dieser Webseite kurz über die kommenden Gewinnzahlen informieren.

Spaß beiseite. Natürlich ist völlig unvorhersehbar, welche Lottozahlen in Zukunft gezogen werden und entsprechend sind alle 10 x 13.983.816 möglichen Ziehungsergebnisse in jeder Lotto-Ziehung exakt gleich wahrscheinlich. Der Zufall kann nämlich auch nicht in die Vergangenheit blicken. Es interessiert ihn nicht, welche Gewinnzahlen in der Vergangenheit schon wie oft gezogen wurden oder wie die Sterne stehen oder wer einen Lottogewinn endlich mal „verdient“ hätte. Ihn interessiert rein gar nichts. Er entscheidet sich jedes Mal neu und, genau, völlig zufällig. Es gibt nicht wenige Quellen, die anderes behaupten oder zumindest suggerieren, insbesondere in Bezug auf vergangene Gewinnzahlen. Aber das ist tatsächlich nichts als weit verbreiteter Irrglaube.

Gewinnerwartungswerte

Was jedoch nicht bei jedem Lottotipp gleich ist, ist der Gewinnerwartungswert. Denn nicht alle Tippkombinationen sind bei den Lotto-Spielern gleich beliebt, manche werden sehr viel häufiger getippt als andere. Und das spiegelt sich direkt in der Höhe der Gewinnquoten der einzelnen Lottoziehungen wider.

Besagter Gewinnerwartungswert gibt an, wieviel du pro investiertem Euro statistisch betrachtet als Gewinn zurück erhältst. Ein Wert von 50% bedeutet, dass du nach sehr, sehr vielen (viel mehr, als du tatsächlich spielen kannst) Lottospielen immer ziemlich exakt 50% deines Spieleinsatzes wieder zurückgewonnen hast. Die 50% wurden hierbei nicht willkürlich gewählt, sondern das ist genau der Erwartungswert, den alle Lottospieler gemeinsam im Mittel haben. Und zwar per Festlegung durch die Betreiber, die Lottogesellschaften der Bundesländer. Denn sie schütten exakt die Hälfte der Spieleinsätze wieder als Gewinne aus. Genau genommen liegt der mittlere Erwartungswert durch die zusätzliche Gebühr pro eingereichtem Lottoschein sogar noch etwas darunter.

Die genannten 50% sind der Mittelwert aller Gewinnerwartungswerte aller Spieler zusammen. Du kannst aber schlauer tippen als der durchschnittliche Spieler. Dazu kurz zur Berechnung dieses Werts: Er ergibt sich aus der Gewinnchance multipliziert mit dem Ausschüttungsbetrag für alle Gewinner zusammen geteilt durch die Anzahl der Gewinner. Und zwar separat für jede Gewinnklasse. Der Gesamterwartungswert ist dann die Summe der Erwartungswerte aller Gewinnklassen. Aber keine Sorge, einen Taschenrechner wirst du hier nicht brauchen.

Stellschrauben

Die ersten beiden Größen kannst du nicht beeinflussen. Die Gewinnchance pro Gewinnklasse ist eine Konstante, denn wie gesagt sind alle Ziehungsergebnisse gleich wahrscheinlich. Der Ausschüttungsbetrag je Gewinnklasse wird vom Veranstalter festgelegt und ist bei den meisten Gewinnklassen etwa proportional zur Gesamtzahl der Spieler einer Ziehung. Bei den Gewinnklassen 1 und 2 kommt zusätzlich noch ein Jackpot-Übertrag aus vorherigen Ziehungen dazu und Gewinnklasse 9 hat eine fixe Quote von 5 € und somit einen variablen Ausschüttungsbetrag. (Wegen Klasse 9 sind auch die anderen Ausschüttungsbeträge nicht ganz exakt proportional zur Spieleranzahl.)

Wie sich die Gewinnquoten genau berechnen, kannst du unter Lotto 6 aus 49 und die Strategie für überdurchschnittliche Lottoquoten nachlesen.

Bleibt als einziger Hebel die Anzahl der Gewinner je Gewinnklasse. Und diese kannst du zu deinen Gunsten beeinflussen. Diese Formulierung ist zugegebenermaßen irreführend, denn natürlich ist dein Einfluss auf die Ziehungsstatistik marginal. Aber du kannst solche Zahlenkombinationen wählen, die von möglichst wenigen Mitspielern getippt werden. Du weißt zwar nicht, wann du mit deinen Tippzahlen in welcher Gewinnklasse gewinnen wirst, das entscheidet alleine der Zufall, aber wenn du gewinnst, dann musst du den Ausschüttungsbetrag mit weniger Mitspielern teilen, weil du ja genau danach deine Tippzahlen ausgewählt hast. Du erhältst also das sprichwörtliche größere Stück vom Kuchen. Und das erhöht auf lange Sicht deinen durchschnittlichen Gewinn pro Spiel, also den Gewinnerwartungswert.

Schlechte Lottotipps

Dass dieser Hebel nicht zu unterschätzen ist, ist leicht anhand historischer Gewinnquoten zu zeigen. Besonders eindrucksvoll hat das eine kuriose Ziehung vom 15.02.2003 demonstriert: Damals wurde noch eine Zusatzzahl gezogen und diese Zusatzzahl lag zusammen mit 5 der übrigen 6 gezogenen Gewinnzahlen exakt auf einer Diagonalen auf dem Tippfeld (6, 12, 18, 24, 30, 36).

Es gab 25.141 Gewinner in der Gewinnklasse „5 Richtige + Zusatzzahl“ und sie gewannen jeweils 201,30 €. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Gewinn in dieser Gewinnklasse betrug im Jahr 2003 59.766,28 €, also fast 300 (dreihundert!) mal so viel. Du kannst dir vorstellen, wie die glücklichen Gewinner sich gefreut haben.

Denk also nicht, dass es egal ist, welche Zahlen du tippst. Das ist es ganz und gar nicht.

Solche Extremfälle sind aber leider nur in der einen Richtung möglich. Du kannst durch Tippen der „falschen“ Zahlen den Erwartungswert in den interessanteren Gewinklassen zwar mühelos auf einen Bruchteil reduzieren, andersherum ist aber schnell eine Obergrenze erreicht. Und die ist dort angesiedelt, wo für Pragmatiker das Thema Lotto-Spielen sofort beendet ist: Nämlich bei insgesamt deutlich unter 100%. Du kannst statistisch betrachtet nicht in die Gewinnzone kommen, völlig egal, wie gut deine Tippzahlen sind.

Tipp-Generator

Nun liegt es aber offenbar im Naturell vieler Menschen (inklusive des Autors), bei verschmerzbaren Einsätzen auch unvernünftige Wetten einzugehen. Und madig machen wollen wir dir das Lotto-Spielen auch nicht, denn die nicht ausgeschütteten 50% des Gesamt-Spieleinsatzes werden größtenteils für gemeinnützige Zwecke verwendet. Vorausgesetzt natürlich, du spielst nicht bei einem der Online-Clone der hiesigen Lottoziehungen mit dem höchst windigen Geschäftsmodell, Auszahlungen über Versicherungen zu decken und die durchschnittlich 50% Gewinn zu Lasten der Allgemeinheit selbst einzusacken.

Solltest du nun also der Statistik zum Trotz dein Glück mit Lotto versuchen wollen, kann dir der Tipp-Generator helfen, solche „Unfälle“, wie den oben beschriebenen, zu vermeiden und den Gewinnerwartungswert zumindest ein wenig zu verbessern.

Mit dem Quotenrechner kannst du im Gewinnfall ungefähr die zu erwartenden Gewinnquoten berechnen, noch ehe diese offiziell bekanntgegeben werden.

Im Bereich „Theoretisches“ werden die mathematischen Hintergründe und Verfahren erläutert, über die der Tipp-Generator und der Quotenrechner zu ihren Einschätzungen gelangen. Der Text ist allerdings keine leichte Kost und nur mathematisch Interessierten zu empfehlen.


Viel Glück!


Quelle mit vergleichbaren Ergebnissen und vielen weiteren nützlichen Informationen und Ratschlägen:
Dr. Werner Brefeld: Lotto 6 aus 49 und die Strategie für überdurchschnittliche Lottoquoten